Rauchen aufhören – 90 Tage Challenge – Erfahrungsbericht Tag 3

Rauchen aufhören – 90 Tage Challenge – Erfahrungsbericht Tag 3

2. März 2017 0 Von msrioalexander
Rauchen aufhören – 90 Tage Challenge – Erfahrungsbericht Tag 3
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Rauchen aufhören – 90 Tage Challenge – Erfahrungsbericht Tag 3

 

Heute geht Tag 3 meiner 90-Tage-Challenge „Rauchen aufhören“ zu Ende. Vorab mein Bericht wie es mir heute beim „Nichtraucher werden“ so ergangen ist und anschließend ein paar Infos wie gestern angekündigt „Warum rauchen wir eigentlich“ mit einer interessanten Entdeckung.

 

Heute früh wie immer ganz normal um 6 Uhr aus dem Bett und mit meiner Lebensgefährtin gefrühstückt. Dazu eine Tasse Kaffee. Da ich heute früh noch Zahnarzttermin und einen Außentermin hatte, war ich heute im Homeoffice.

 

Routine

Normalerweise setze ich mich morgens, wenn meine Lebensgefährtin zur Arbeit ist, mit der zweiten Tasse Kaffee und der ersten Zigarette des Tages gemütlich nach draußen auf den Balkon. Genieße den Kaffee, die Zigarette und blätter die Tageszeitung durch. Heute nicht – weil ja keine Zigarette da war.

Den Vormittag habe ich ohne größere „Schmacht“-Probleme überstanden, was schon mal sehr positiv war. Heute Mittag ist mir dann aufgefallen, das ich den ganzen Vormittag nur die eine Tasse Kaffee getrunken hatte. Normalerweise trinke ich nach der ersten Tasse zum Frühstück noch 4-5 weitere Tassen bis zum Mittag. Und immer mit einer Zigarette dabei – gehört ja irgendwie zusammen. Da ich nicht geraucht hatte, blieb es dann bei dieser einen Tasse Kaffee (zuviel Kaffee soll ja auch ungesund sein). Also noch ein positiver Nebeneffekt.

 

Interessant

zu erfahren, wie schnell der Körper sich auf das fehlende Nikotin einstellt. Allerdings muss ich auch sagen, das ab dem späten Vormittag bis heute Nachmittag so gegen 16 Uhr ich immer ständig diese Bild einer Zigarette vor Augen hatte. Mein Kopf hat also ständig daran gedacht (gefährlich).

Dann hatte ich noch mit einem Freund und Kollegen telefoniert, der mir unter meinem Video von gestern einen langen Kommentar geschrieben hatte, was er damals durchmachen musste und das ich unbedingt mit Sport anfangen sollte „weil ich sonst platze“ Wahrscheinlich meinte er seine eigene Gewichtszunahme danach 🙂

Heute Nachmittag noch gegen 15 Uhr hatte ich noch für ca. 30 Minuten die gestern erwähnte „geistige Verwirrung“. Bin in diesen 30 Minuten wieder zuhause Amok gelaufen. Zum Glück musste ich dann los zum Termin so dass ich abgelenkt war. Schlimm war dann dieser Drang im Auto auf dem Rückweg vom Termin. In dem Moment hätte ich (glaube ich) alles für eine Kippe gegeben…..

 

Egal – durchhalten!

Nach dem Termin noch Emails beantwortet und mit Geschäftspartnern telefoniert – Ablenkung pur. Ich merke ich muss mich beschäftigen, also abgelenkt sein, damit mein Kopf nicht ständig das Bild einer Zigarette vor mein geistiges Auge transportiert.

Klappte heute also ganz gut. Und Abends wenn ich zuhause bin, habe ich schon früher so gut wie gar nicht geraucht. Ich bin (war) der typische Tages-Raucher (außer natürlich wenn man Abends noch mit Freunden oder so unterwegs ist).

 

Ich fühl mich gut!

Wie steht’s bei Dir? Machst Du auch die gleichen Erfahrungen beim Rauchen aufhören? Schreib mir doch einen Kommentar unter diesen Artikel! Oder besser noch: schreib Deine eigene Story – z.B. auf Deinem eigenen Blog.

 

Und jetzt sprechen wir mal über das Thema „Warum rauchen wir eigentlich“. Und das ganze mal in Verbindung unserer täglichen Raucherpraxis. Theorie kann schließlich jeder. Ich habe im Netz recherchiert und einiges zusammen getragen.

 

Warum rauchen wir eigentlich?

Zuerst mal bin ich mehrfach auf die Begriffe „Rituale“, „Gewohnheiten“ und „Routinen“ gestoßen:

„Kippe und Bier“, „Kippe und Kaffee“, „Kippe in der Pause mit den Kollegen“, „Kippe im Auto“, „Kippe zur Entspannung“ usw. Dabei stößt man dann häufig auf den Begriff „Konditionierung“. Wir konditionieren uns also auf die Gewohnheit wie z.B. „Kippe gehört zum Kaffee wie Bier zum Fussball im Stadion“. Oder wie Kiwi’s ZDF-Fernsehgarten zum sonntäglichen Frühstück – also bei mir zumindest :-).

 

UND?

Findest Du Dich hier wieder? Ich schon. Unabhängig von der Sucht ist es, so stelle ich nach meinen Recherchen fest, eher eine Gewohnheit. Für mich gehörte zum ersten Kaffee des Tages einfach die erste Zigarette. Zum kurzen „Brainstorming“ mit meinem Vertriebskollegen, mal kurz eine kreative Denkpause einlegen oder zum Stressabbau oder noch eine Kippe bevor ich abends vorm Büro ins Auto steige. Oder zum Bier in der Kneipe. Es verschaffte mir dieses „Ich fühl mich gut – oder Dazugehörigkeits – Gefühl“. Das ist bei Dir garantiert nicht anders!

Es gibt auch Aussagen wie „der Mensch raucht weil er mit sich selbst nicht klar kommt“ – hmm, ich weiss nicht. Die Menschen die diese Aussage treffen, behaupt ich, sind selbst diejenigen die mit sich selbst nicht klar kommen und mit diesen blödsinnigen Aussagen nur bei Google oder youtube gute Rankings erhalten wollen. Diese Leute haben meiner Meinung nach selbst einen an der Pfanne.

Je mehr man im Netz danach recherchiert, stößt man meist auf Berichte und Videos zu „wie höre ich auf“ und „Rauchen ist ungesund“ aber nicht auf das „Warum“.

Man hat das Gefühl, das über 90% der Autoren den Suchbegriff „warum rauchen wir eigentlich“ mehr dazu nutzen um ein gutes Google-Ranking zu erhalten als wirklich auf das Thema einzugehen. Stattdessen kommen diese Autoren direkt zum Punkt: „Rauchen ist ungesund, ekelhaft usw.“

 

Und dort wo dann das „Warum“ wirklich beschrieben wird, sind die ersten Sätze meist „weil man süchtig ist“. Klar, in den Zigaretten ist jede Menge chemisches Zeug enthalten (gehe ich ein anderes Mal darauf ein), aber das wissen Du und ich ja. Interessant ist aber, und gerade in den medizinischen Ausführungen, das nach kurzer Abhandlung der medizinischen Sicht die Autoren immer auf die Thematik „GEWOHNHEIT“ kommen. Zum Thema „Gewohnheit und Routine“ habe ich HIER einen interessanten Artikel gefunden, der genau das beschreibt.

 

Immer überall das Gleiche

Es wird zwar immer und überall auf die „Sucht“ hingewiesen. Aber das Interessante dabei ist, wie diese Sucht entsteht – nämlich durch eine Routine oder Gewohnheit, die wir unserem Gehirn beibringen. Es ist also tatsächlich reine Kopfsache das „Nichtrauchen“. Wenn Du Deinem Gehirn beibringst, das das Bier einfach zum Fussball gehört oder für die Frauen der Prosecco beim Shoppen :-), dann ist das quasi genau das gleiche. Gut, der Vergleich hinkt ein bisschen, weil man vom Bier beim Fussball oder vom Prosecco vom Shoppen nicht gleich süchtig wird. Aber wir bringen unserem Gehirn eben diese Gewohnheit bei wie die Kippe zum Kaffee.

Ich stelle fest, das Rauchen zwar süchtig macht. Nämlich wegen des ganzen chemischen Zeugs in der Zigarette. Aber die tieferliegende Antwort ist „warum werden wir denn süchtig“. Weil wir unserem Gehirn eine Routine bzw. Gewohnheit einprogrammieren, das das Rauchen zum Bier etc. einfach „sein muss“. Wir reden es unserem Gehirn so lange ein, bis dieses es glaubt das es so ist. 

Als Vergleich ziehe ich mal heran, wenn ich jemanden z.B. frage „warum er sein eigenes Geschäft im Internet aufbauen will“. Dann kommen Antworten wie „kein Bock mehr auf Angestellt-sein“ oder „mehr Geld im Portemonaie“. Aber das sind keine „richtigen“ Antworten. Die dahinter liegenden Antworten sind ebenfalls tiefgründiger – „warum willst Du nicht mehr angestellt sein oder warum willst Du mehr Geld im Portenmonaie“. 

Wenn wir es also schaffen unser Gehirn umzuprogrammieren, ihm also einzureden das die Kippe NICHT zum Kaffee oder NICHT zur Pause gehört, dann sind Du und ich ein ganzes Stück weiter gekommen auf unserem Weg mit dem Rauchen aufzuhören und Nichtraucher zu werden!

In diesem Sinne sonnige Grüße und bis morgen!

Alexander Brodsinskij

dav